Szene

Unter Szene verstand man ursprünglich den offenen Bühnenaufbau im Hintergrund, vor dem ohne Vorhang gespielt wurde. Heute meint die Bezeichnung die kleinste Gliederungseinheit innerhalb eines Aktes. Szenen können durch Ortswechsel (Szenenwechsel) oder durch Personenwechsel voneinander abgegrenzt sein. Die deutsche Bezeichnung „Auftritt“ besagt, das Personen abtreten und andere auftreten. Im modernen Drama, besonders im epischen Theater, kann mit Szene ein größerer Abschnitt, vergleichbar mit einem Akt, gemeint sein. Wolfgang Borcherts Stück „Draußen vor der Tür“ (1947) besteht aus 5 Szenen.
Sinngemäß lässt sich der Begriff Szene auch auf den Film, auf das Hörspiel und die Erzählprosa (z.B. Roman und Novelle) übertragen.

Quelle: Auf einen Blick – Literarische Grundbegriffe C.C.Buchner