Es ist so weit, es ist deine Schreibzeit.
Du bist aufgeregt. Jetzt kann dich nichts mehr aus der Spur bringen.
Du beginnst mit deinem Ritual.
Du schaltest die leise, sich immer im Hintergrund bewegende Musik an. Ruhiges Geplätscher dringt zu dir. Die wellenartigen akustischen Schwingungen legen sich beruhigend auf deine Aufgeregtheit.
Du schaltest das große Licht aus und hast neben einer kleinen festen Lichtquelle, eine oder mehrere Kerzen aufgestellt. Manche davon sind Duftkerzen, neben den warmen Tönen im Hintergrund, das warme ab und an aufgeregt flackernde Licht der Kerzen. Der Duft von Gewürzen, Zimt oder Anis oder Jasmin weht sanft um dein Gesicht, du atmest ein und atmest aus. Du hattest die große Tasse Tee aus der Küche mitgebracht. Ein Chai Tee? Ein sanfter Abendgruß, du stellst ihn auf einen kleinen Kerzenbetriebenen Warmhalter.
Wenn alles gerichtet ist öffnest du dein Notebook, setzt dich auf den bequemen Schreibstuhl und während du dein Schreibprogramm geöffnet hast, deine letzten Arbeitsinstruktionen durchliest und mit zwei Händen deine Tasse haltend den ersten warmen, nicht zu heißen Schluck des beruhigenden Getränks zu dir nimmst ist auch dein Geist in deinem Schreiben angekommen.

 

Die BUDDHA-NATUR, die seit anfanglosen Zeiten unser ureigenste Besitz ist, gleicht der Sonne, die aus den Wolken hervortritt, oder einem Spiegel, der seine ursprüngliche Reinheit und Klarheit wiedererlangt, wenn man ihn poliert.
<<Denkschrift HO-shans an den König von Tibet>>

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